Foto: trachtenschreiberei.de

Kaffeesackhüte: Oben trifft Berlin auf München

Die Hüte und Mützen des Start-ups ReHats Berlin sind nicht nur umweltfreundlich, sie sind stylisch und individuell. Alpine Mode ergänzen sie perfekt.

 

Nachhaltige Mode liegt im Trend. Das hat gute Gründe! Nicht nur bei der Auswahl von Lebensmitteln kann man etwas für das Klima und die Umwelt tun – auch bei der Kleidung.

Seit einiger Zeit achte ich verstärkt auf Nachhaltigkeit. In allen Lebensbereichen. Mehrwegflaschen, nicht jedesmal beim Kauf von Obst und Gemüse eine Plastiktüte nehmen, lose Äpfel anstatt in Plastik verpackte kaufen. Auch bei der Kleidung schaue ich genau hin, wie und wo die Teile entstanden sind. Das heißt vor allem: Naturmaterialien, Produktion in Europa – bei Trachtenmode Deutschland und Österreich. Auf Kleidungsstücke mit Polyester-Anteil verzichte ich so gut es geht. Mein Wunsch nach Nachhaltigkeit wird inzwischen ganz gut bedient, vor allem durch kleine bis mittlere Modelabels.

Upcycling liegt im Trend

Hut „Café Olé“ von ReHats Berlin
Weste Leinen-/Baumwoll-Mix von Engbers
Leinenhemd von Stockerpoint
Brille von RayBan
Foto: trachtenschreiberei.de

Ich trage gerne Hüte. Da kommt mir das Berliner Start-up ReHats genau recht. Keine Kopfbedeckungen aus Baumwolle deren Herkunft ich nicht kenne und schon gar keine Kunstfaser. Die Ulmer Stefan Korn und Stanislaus Teichmann stellen Hüte, Caps und Mützen aus ausgedienten Kaffeesäcken her. Der Trend, aus bestehenden Dingen etwas Neues zu schaffen heißt Upcycling. Warum etwas wegwerfen, wenn man es noch gebrauchen kann. Das steigende Umweltbewusstsein ermöglichte es den beiden, ihr Projekt durch Crowdfunding zu finanzieren.

Kaffeesäcke und Blaumänner

Die Kaffeesack-Linie aus hundert Prozent Jute heißt Coffee2Go. Jeder Hut und jede Mütze sind Einzelstücke. Denn die Beschriftung ist nicht etwa aufgedruckt. Vielmehr trägt man die original Kaffeesack-Beschriftung auf dem Kopf. Diese ist auf der fertigen Kopfedeckung zufällig platziert.

Angefangen hat ReHats Berlin Anfang Kopfbedeckungen aus anderen Materialien, nämlich mit ausgedienter Arbeitsbekleidung. Diese Kollektion gibt es auch immer noch und nennt sich Gewerkschaft.

Kombinationen so kreativ wie die Idee

Ob zum Anzug, zum Latino-Outfit oder einfach zur Shorts am Strand: Die Hüte und Mützen passen zu vielen Outfits. Ich habe den Hut „Café Olé“ zum alpinen Outfit, wie etwa der Leinenhose von Strizi, probiert. Auch zur Lederhose macht er sich gut. Natur trifft auf Natur – Berlin trifft auch München. Ganz neu ist das modische Meeting allerdings nicht. Vergangenes Jahr hat München TV-Moderator Alex Onken während der Wiesn-Liveübertragungen einen Hut von ReHats Berlin – individualisiert mit Stoffresten – zugunsten der Stiftung „s‘ Münchner Herz“ versteigert.

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